Archäologischer Museumspark

Das Museum befindet sich 6 km vom Hotel "Kārļamuiža" entfernt. Es ist das erste archäologische Freilichtmuseum im Baltikum. Dort kann man die Wohnstätten sehen, in denen unsere Vorfahren vor Jahrhunderten lebten. Die Rekonstruktion des Wohnsitzes der alten Lettgallen des 9. Jahrhunderts basiert auf den Überresten von Holzgebäuden, die in archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden.

Die Ausgrabungen in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden vom Archäologen Jānis Apals geleitet. Im Zuge dieser Arbeiten entdeckte und erforschte er die Überreste von fast 150 verschiedenen Holzgebäuden, die rund 3500 Antiquitäten und alleine über 100 ganze oder teilweise zerstörte Tongefäße zum Vorschein brachten.

Die Wasserburg zu Araisi (Arrasch)

Die gute Erhaltung der Funde ermöglichte es, die Gestaltung der einzelnen Gebäude und der gesamten Seestadt nachzuvollziehen und sich dem Verständnis der altertümlichen Lebensweise anzunähern. Die Rekonstruktion der Wasserburg zu Āraiši ist von hoher historischer Glaubwürdigkeit und von herausragender kulturhistorischer Bedeutung im gesamten nordeuropäischen Raum.

Die Wasserburg war ständig bewohnt und wurde zur Verteidigung auf kleine, überlaufende Inseln gebaut. Das Gebäude war außen mit Schutzgebäuden versehen, zu einem Ufer gab es jedoch einen felsigen Aufstieg. Zur gleichen Zeit lebten etwa 70 - 90 Menschen in der Befestigung.

Die Einwohner waren hauptsächlich in der Landwirtschaft, in der Tierhaltung, im Wald, im Handwerk und im Handel tätig. Fischerei und Jagd spielten ebenfalls eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Die Ernährung war vielfältig - Müsli, Rüben, Fleisch, Milch, Wild und Fisch. Das Haar wurde mit Muscheln geschnitten und mit Knochenkämmen gekämmt und die Kleidung wurde mit Wäschebeuteln aus Holz gewaschen.

Die Wasserburg zu Āraiši wurde bei einem feindlichen Angriff vollständig niedergebrannt und dann verlassen. Seine Überreste gingen durch den steigenden Wasserspiegel unter.

Der Text basiert auf den Werken des hervorragenden Archäologen Jānis Apals.

Die Ruinen der Burg von Āraiši (14.-17. Jahrhundert) sowie Siedlungen aus der Steinzeit und Bronzezeit befinden sich neben dem Seepark Āraiši.

Öffnungszeiten:


Öffnungszeiten in der Sommersaison (ab 1. April bis 31. Oktober)
Montag – Sonntag: 09:00 – 19:00 Uhr

Öffnungszeiten in der Wintersaison (ab 1. November bis 31. März)
Mittwoch – Sonntag: 09:00 – 16:00

Eintrittspreise:

Erwachsene – 2,00 €
Studenten, Rentner, Schüler – 1,00 €
Familienticket (1-2 Erwachsene und 1-2 Jugendlicher (7-18 Jahre) – 4,00 €
Kinder bis 7 Jahre – kostenlos

Reiseleiterdienstleistungen (Exkursion 1h)
Für Gruppen mit Fremdsprachen – 16,00 €

Es ist möglich, mit Bargeld oder verschiedenen Zahlungskarten zu bezahlen!

Evangelisch-Lutherische Kirche zu Āraiši

Die Āraiši-Kirche wurde um 1225 erbaut. Das Innere der Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert. Da bei Renovierungsarbeiten im Jahre 1791 in einer Wand die sterblichen Überreste eines Menschen gefunden wurden, geht die Sage, dass bei der Errichtung der Kirche die Tochter eines Maurermeisters mit eingemauert wurde.

Die Windmühle zu Araisi

Die Araisi Windmühle ist eine holländische Windmühle des 19. Jahrhunderts. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie wiederhergestellt. Mit freundlicher Genehmigung der in der Nachbarschaft wohnenden Besitzer der Mühle können die Besucher die Mühleneinrichtung besichtigen und den Mahlvorgang verfolgen.